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.Das "Ewige Verzeichnis" der Landsmannschaft Teutonia Bonn
. von 1844 im Coburger Convent führt als Nr. 88
.Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Albert Moßner (1829-1882)

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Albert Moßner wurde 17.04.1829 in Märkisch-Friedland (im Nordwesten von Polen) als Sohn Bild der Landsmannschaft Teutonia Bonn von 1844des Kaufmanns Ludwig Moßner und seiner Ehefrau Maria geb. Markwald geboren.1,4) Das erste Semester nach dem Abitur studierte er in Berlin, setzte dann das Studium in Bonn fort.4) Er wurde in Bonn am 27.04.18492) als Jurastudent immatrikuliert, wurde 1849 in der Landsmannschaft Teutonia Bonn aktiv und 1850 als Bursche recipiert.

Nach dem Studium kehrte Moßner nach Berlin zurück, war im Oktober 1851 Auskultator am Stadtgericht Berlin und im Juni 1853 Referendar im Bezirk des Kammergerichts. An der Universität Göttingen promovierte er am 10.10.1853 zum Dr. jur.4)

Dr. jur. Albert Moßner war Erster jüdischer Anwalt und Notar in Preußen.4) Januar 1861 wurde er an das Kreisgericht Jüterbog versetzt mit Dienstsitz in Luckenwalde. 1864 ist er als "Rechtsanwalt in Luckenwalde" aufgeführt.4,6,7)

Der Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Albert Moßner starb im Alter von 53 Jahren am 03.09.1882 in Berlin und wurde dort auf dem Jüdischen Friedof beigesetzt.1,4) Der Bericht über die Beisetzung - siehe Reinhard Hillebrand, a.a.O. - beschreibt die große Trauerversammlung4), zu der auch der deutsche israelitische Gemeinde-Bund und die Deutsche Fortschrittspartei gehörte.
Albert Moßner hinterließ seine Witwe Betty geb. Sommerfeld und möglicherweise 2 Söhne Karl und Paul.4)

Anmerkung: Albert Moßner war weder bei Bandaufnahme noch als Bursche Mitglied des erst 1875 gegründeten Corps Teutonia. Da Albert Moßner - nachdem er 1849 als Fuchs in die Landsmannschaft Teutonia eintrat, 1950 recipiert, d.h. Bursche wurde, war er mindestens 25 Jahre Landsmannschafter der ursprünglichen Landsmannschaft Teutonia Bonn, bevor im Jahr 1875 die Aktiven - bis auf 2 Burschen - der Landsmannschaft "untreu" wurden und zum SC (Bonner Senioren-Convent der Corps) wechselten. Da aber 3 Burschen für eine aktive Verbindung notwendig waren, mußte die Landsmannschaft Teutonia suspendieren (=sich vertagen). Die Alten Herren, was Bbr. Moßner 1975 zweifelsfrei gewesen sein muß, hatten nur die Wahl, der alten ursprünglichen Landsmannschaft treu zu bleiben oder den Treuebruch mitzumachen, um nicht das Band zu verlieren. Die Universität Bonn und insbesondere ihr Universitätsrichter von Salomon waren in dem nach 1875 entstehenden Streit um Namen und Farben deutlich erkennbar auf der Seite der Corps. Das Corps Teutonia suspendierte mehrfach, bis es endgültig erlosch.

.Quellen:
1.) Ewiges Verzeichnis der Landsmannschaft Teutonia Bonn von 1844 im Coburger Convent, Historisches Archiv, 1844 - heute
2.) Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Amtliches Verzeichniß des Personals und der Studirenden der Königlichen Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn
3.) Universität Bonn, Jüdische Studierende in Bonn 1818-1918, Fundstelle Bd. 3, Nr. 411
4.) Ra. Reinhard Hillebrand, "Dr.Albert Moßner (1829-1882) Erster jüdischer Anwalt und Notar in Preußen", in Zeitschrift Recht und Politik 2012, Berliner Wissenschafts-Verlag, S.237 ff.
5.) Frankfurter Journal, Nr. 240, Beilage 10.09.1858, http://books.google.de/books... (dort S.56)
6.) Der Arbeiterfreund: Zeitschrift des Central-Vereins für das Wohl der ..., Band 4 von Central-Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen, http://books.google.de/books... (dort S. 266)
7.) Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, 1861, http://books.google.de/books... (dort S. 60 des Amtsblatts)

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